Portrait. Mirjam von der Bundeszentrale

 

Die Person hinter den Mails

Mirjam von der Bundeszentrale

Mirjam, du arbeitest jetzt seit Mai 2018 beim BDP. Das ist jetzt fast ein komplettes Jahr und wir finden es ist Zeit, dich als neues Mitglied im BDP vorzustellen! Einige von uns haben dich schon kennenlernen dürfen, für alle anderen: Tadaaa- hier ein kurzes Interview mit Mirjam.

Wie kam es zu Deiner Bewerbung beim BDP?

Ich hab mich im wissenschaftlichen Bereich viel mit sozialer Ungleichheit, Diskriminierung, post- kolonialer Theorie und Feminismus auseinandergesetzt, wollte allerdings mehr mit Menschen arbeiten. Da war für mich klar, dass politische Bildungsarbeit eine gute Möglichkeit ist, weg von den Büchern zu kommen und mein Wissen zu teilen und weiterzugeben.

Welche Deiner persönlichen Schwerpunkte konntest du bisher in den BDP tragen?

Lustig fand ich ja, dass die Arbeitskreise, die in der Ausschreibung auch drin standen, ziemlich gut meine Schwerpunkte widerspiegelten. Queer-Feminismus finde ich zum Beispiel super wichtig und ich freue mich sehr, dass es im BDP so eine aktive Gruppe, den AK Gender*Queer gibt. Und im Kontext von Aktivismus gegen Rechts hab ich auch einiges gemacht, neben persönlichem Engagement auch eine Multiplikator*innenqualifizierung gegen Rechts sowie verschiedene Bildungsformate gegen Rassismus.

Darüber hinaus konnte ich schon ein Betzavta Seminar anbieten und wir haben ein Zine zu Menstruation erstellt, das war sehr empowerned. Gleichzeitig zeigen sich daran auch ein wenig meine Schwerpunkte: ich finde den Spagat zwischen einem bewussten, selbstkritischen Umgang mit verschiedenen Formen von Diskriminierung und gleichzeitig die Stärkung und das Empowerment von betroffenen Menschen sehr wichtig. Das versuche ich an verschiedenen Stellen umzusetzen.

Die Bundeszentrale ist der Knotenpunkt, an dem alles zusammenläuft. Welche Aufgaben hast du dort?

An erster Stelle steht natürlich die Bildungsarbeit. Ich organisiere und veranstalte Wochenenden für die Arbeitskreise, das Vernetzungstreffen Politische Bildung, sowie die Redaktionstreffen für das BLATT. Dazu kommen Seminare, die ich selbst anbiete. Teilweise greife ich dafür Wünsche von Menschen aus dem BDP auf und setze diese um. Manchmal lasse ich mich aber auch von Themen leiten, die ich aktuell für besonders wichtig halte. Im Herbst biete ich zum Beispiel Seminare zu postkolonialer Theorie und rassismuskritischer Bildungsarbeit sowie zum Zusammenspiel von Rassismus und Sexismus an.

Daneben ist es auch meine Aufgabe, die Homepage zu betreuen in dem Sinne, dass ich schaue, was bei den Landesverbänden gerade ansteht und um Menschen somit zu vernetzen. Und ich schreibe den Newsletter und ganz viele andere Mails, über die mich viele von euch schon kennen.

In der Bundeszentrale selbst bekomme ich dadurch, dass wir zu viert im Büro sitzen, auch viel von den Aufgaben und Arbeitsschwerpunkten der anderen Kolleg*innen mit. Dadurch entsteht auch eine gemeinsame Arbeitsebene, die ich sehr schätze.

Der BDP für dich in 3 Worten?

Wertschätzend, solidarisch, (selbst)kritisch

Danke Mirjam! Wir freuen uns, dich an Bord zu haben und sind gespannt, was wir gemeinsam noch alles auf die Beine stellen.