DBJR | keine Kürzung der Jugendverbandsarbeit

bei 15 Milliarden "Spielraum" des Bundeshaushaltes 2017 sind 2 Millönchen für die Jugendarbeit ein Problem?

Der BDP positioniert sich zusammen mit dem DBJR gegen die Kürzungen der Jugendverbandsarbeit!

 

08.09.2016

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und alle Fraktionen im Deutschen Bundestag hatten uns und den Jugendverbänden im Jahr 2016 zugesagt, die Erhöhung der Fördermittel des Jahres 2016 um zwei Millionen fortzuschreiben und zu verstetigen. Wir haben auf diese Zusagen vertraut und uns entsprechend darauf ausgerichtet. Doch im Bundeshaushalt 2017 werden die Fördermittel um zwei Millionen gekürzt. Und in der mittelfristigen Finanzplanung des Bundes taucht die Förderung auch nicht auf. Argumente und Forderungen haben wir zusammengestellt.

Wir und unsere Mitgliedsorganisationen fordern:

  • Die geplanten Kürzungen in Höhe von 2 Millionen Euro sind abzuwenden und die Förderung der Jugendverbände des DBJR aus dem Jahr 2016 in 2017 mindestens wiederherzustellen.
  • Die Förderung der Jugendverbände ist in der mittelfristigen Finanzplanung der Bundesregierung zu verstetigen.
  • Die Kostensteigerungen, welche Jugendverbände zu tragen haben (Tariferhöhungen, Kostensteigerungen durch eine Ausweitung des Leistungsumfangs aufgrund einer neuen KJP Richtlinie, verstärkte gesellschaftlich Integrations- und Präventionsaufgaben, etc.), müssen durch eine dynamische Förderung orientiert am Deutschen Preisindex aufgefangen werden. Die Förderung für das Jahr 2017 ist entsprechend zu erhöhen.
  • Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung muss umgesetzt werden.
  • Die Bundesregierung muss sich an die Verpflichtungen halten, die sie durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Jugendverbänden eingegangen ist. Sie muss durch ihr Handeln zeigen, dass das Vertrauen der Jugendverbände und jungen Menschen in sie gerechtfertigt ist.
  • Die Ergebnisse der KJP-Evaluation der Jugendverbände, welche durch die Bundesregierung in Auftrag gegeben und durch das DJI (Deutsches Jugendinstitut) erhoben wurde, müssen im Bereich der Förderung ihren Niederschlag finden. Die Ergebnisse der Evaluation belegen, dass die Leistungen der bundeszentralen Infrastruktur der Jugendverbandsarbeit umfassend in Anspruch genommen werden, für die Arbeit in den Verbänden und vor Ort unverzichtbar sind und ein hohes Anregungspotential besitzen. Dem entsprechend ist die Förderung darauf abzustellen, dass die Grundausstattung und Infrastruktur der Jugendverbände solide abgesichert werden.

Originalseite:
https://www.dbjr.de/dbjr-info/artikel/detail/keine-kurzung-der-jugendverbandsarbeit.html
 Das Argumentationspapier (pdf)

Foto: Tabea