IDA Reader rassismuskritische Öffnung

Neuer IDA Reader: Rassismuskritische Öffnung II

Hier zwei Pressemitteilung von IDA,die gerade wieder spannende Reader herausgebracht haben!

 

Pressemitteilung I

Neuer IDA-Reader erschienen: Rassismuskritische Öffnung II

 

Impulse zur rassismuskritischen Entwicklung der Jugend(verbands)arbeit

 

Die britisch-australische Wissenschaftlerin Sara Ahmed hat die rassismuskritische Veränderung von Organisationen einmal mit dem Gefühl verglichen, den Kopf immer wieder gegen eine Backsteinmauer zu schlagen. "Das haben wir schon immer so gemacht." Wer kennt diesen Satz nicht oder hat sich nicht selbst schon dabei ertappt, ihn zu sagen. Mit ihrem Sinnbild beschrieb Ahmed die Erfahrung, wie träge Institutionen auf Versuche reagieren können, ihre Routinen und Organisationskultur so zu verändern, dass sie für alle Menschen gleichermaßen zugänglich sind.

Wie viele andere Organisationen ist auch die Jugend(verbands)arbeit in rassifizierte Strukturen verstrickt und steht daher vor der Aufgabe, ihre Gewohnheiten daraufhin zu befragen, inwiefern sie Ausschlüsse schaffen und wie sie verändert werden können.

Der zweite Reader zur Rassismuskritischen Öffnung will Anregungen für diese Prozesse geben. Er ergänzt den ersten Reader aus dem Jahr 2019 mit Beiträgen zu Möglichkeiten, Organisationsbereiche rassismuskritisch zu gestalten, und zu Erfahrungen aus der rassismuskritischen Prozessbegleitung. Umfassend kommen Stimmen aus der Jugend(verbands)arbeit zu Wort, die ihre Perspektiven und Erfahrungen zu Rassismuskritik und RKÖ aus ihren Verbänden heraus präsentieren und diskutieren.

Darüber hinaus enthält der neue Reader einen umfassenden Fragenkatalog, der als Hilfestellung dienen soll, die eigene(n) Organisation(en) und Entwicklungsprozesse reflexiv zu überprüfen. Zentrale Begrifflichkeiten, wie BIPoC*, Weiße Zerbrechlichkeit oder Gadjé-Rassismus werden in einem Glossar erläutert. Somit liefert der neue Reader weitere Impulse zur rassismuskritischen Entwicklung der Jugend(verbands)arbeit.

Bis zu drei Exemplare des Readers können bei IDA gegen eine Versandpauschale von 3,00 Euro zuzüglich der gewichtsabhängigen Portokosten über die
IDA-Webseite unter www.IDAev.de/publikationen/reader <http://www.IDAev.de/publikationen/reader&gt;  bestellt oder dort als PDF heruntergeladen werden.

Sebastian Seng, Nora Warrach (Hg.): Rassismuskritische Öffnung II. Impulse zur rassismuskritischen Entwicklung der Jugend(verbands)arbeit, Düsseldorf 2020: Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V.

 

Pressemitteilung II                                                     

Reader "Kontinuitäten und neue Perspektiven" - 30 Jahre IDA

 

Von der Antirassismusarbeit zur Rassismuskritischen Bildungsarbeit

 

Das Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit e.V. (IDA) nutzt sein 30-jähriges Jubiläum für einen Rückblick nach vorne. In einem Reader werden Kontinuitäten und neue Perspektiven der letzten 30 Jahre präsentiert, die sich sowohl sprachlich als auch konzeptionell niederschlagen. So wurde IDA 1990 als Informations-, Dokumentations- und Aktionszentrum gegen Ausländerfeindlichkeit für eine multikulturelle Gesellschaft gegründet. Aus den "AusländerInnen" wurden danach ausländische Mitbürger*innen, Menschen mit Migrationshintergrund und -geschichte sowie schließlich Menschen mit Rassismuserfahrungen und BIPOC*. Aus der Antirassismusarbeit wurde die Rassismuskritische Bildungsarbeit, die auch eigene rassistische Prägungen in den Blick nimmt und die Bekämpfung des Rassismus nicht von der Selbstreflexion und eigenen Verwicklung entlastet.

Im ersten Kapitel werden gesellschaftliche Entwicklungen wie völkischer Nationalismus im rechtspopulistischen Gewand, die Frage der Neutralität in der politischen Bildung, die Auswirkungen des Anschlags von Hanau auf rassistisch diskreditierbare Menschen, anti-asiatischer Rassismus in Zeiten von Corona, die Identitäre Bewegung in Deutschland und die Erinnerungsarbeit nach rassistischen Anschlägen diskutiert.

Das zweite Kapitel stellt wichtige Arbeitsfelder, wie die Rassismuskritische Öffnung von Jugendverbänden oder einen rassismuskritischen Sprachgebrauch, sowie die Vielfalt-Mediathek, das IDA-NRW und die Opferberatung Rheinland vor.

Für das dritte Kapitel hat IDA-Geschäftsführer Ansgar Drücker Kooperationspartner*innen des IDA interviewt: Ali Can, Initiator des Hashtags #metwo, Lydia Nofal, RAA Berlin, Akin Şimşek, Bund der Muslimischen Jugend, Gian Aldonani, Êzîdische Jugend, und Alexandra Dornhof, Deutsche Jugend aus Russland.

Das vierte Kapitel entführt die Lesenden optisch auf eine Reise durch 30 Jahre Cover der IDA-Reader, durch Flyer und weitere Veröffentlichungen.

Bis zu drei Exemplare des Readers können bei IDA gegen eine Versandpauschale von 3,00 Euro zuzüglich der gewichtsabhängigen Portokosten über die IDA-Webseite unter www.idaev.de/publikationen/reader
<http://www.idaev.de/publikationen/reader&gt;  bestellt oder dort als PDF heruntergeladen werden.

Ansgar Drücker (Hg.): Kontinuitäten und neue Perspektiven. - 30 Jahre IDA: Von der Antirassismusarbeit zur Rassismuskritischen Bildungsarbeit, Düsseldorf 2020: Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V.

 

Düsseldorf, den 27. Oktober 2020