Editorial

Liebe Leser_innen,

überall, wo wir hinschauen, werden Stereotype reproduziert – traditionelle Familien- bilder in Kinderbüchern, heterosexuelle Pärchen in Filmen oder 'Indianer'- Zeltlager bei den Pfadis. Damit wachsen wir auf, ohne die dahinter liegenden Machtstrukturen zwischen Geschlechtern oder Herkunft unbedingt zu hinterfragen.

Wir – das Redaktionsteam vom BLATT – wollen in dieser Ausgabe mit den Schwerpunkten genderqueer und struktureller Rassismus zum Hinterfragen anregen und Beispiele aufzeigen, bei denen die Fragen und Forderungen von Kindern und Jugendlichen aufgegriffen werden, auch wenn oder gerade weil es Stereotype und Vorurteile weiterhin geben wird.

Daneben findet ihr hier aber auch Aktuelles zur Interkulturellen Arbeit, zur Bundesebene und Spezielles aus den Landesverbänden. Uns ist wichtig, die Vielfalt im BDP anzureißen, die überall sichtbar ist, wenn genau hingeschaut wird. Die Themen für eine BLATT - Ausgabe finden wir übrigens in unserer Arbeit im BDP, in politischen Gruppen oder einfach durch Fragen, die uns in der Redaktion schon länger beschäftigen. Wir diskutieren, lassen uns inspirieren von Menschen und Projekten im BDP und vertiefen unser Wissen gemeinsam. Dabei kommt es gar nicht so sehr auf das Schreiben an, sondern vielmehr auf den Prozess zum sichtbaren Ergebnis.

Für diese Ausgabe trafen wir uns zum Beispiel in Hamburg und nahmen gleich auch noch die Buchmesse radical bookfair mit. Workshops, Buchvorstellungen und ganz viel zum selber Schmökern rundeten die Arbeit an unseren Artikeln ab.

Neu in dieser Ausgabe ist der Online Pfeil, der auf mehr Hintergrundinfos in der Online -Version des BLATTs verweist. Außerdem wird euch auch sicher der Stern* als geschlechtergerechtes Schreibmittel auff allen und vielleicht für Diskussionen sorgen. Gut so.

Ferner haben wir witzige Rechtschreibfehler in der letzten Ausgabe gefunden – ihr auch? Wer was fi ndet und uns per Email schreibt, bekommt eine kleine Überraschung. Nun wünschen wir euch viel Spaß beim selber Schmökern und freuen uns über Feedback oder Menschen, die mit uns den Prozess der nächsten Ausgabe gestalten wollen.

Euer Redaxteam

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Grafik: Atelier Hurra