Bericht Somemrcamp

Kulturelles Gewusel im bayerischen Voralpenland

Ein Rückblick auf das bundesweite Sommercamp 'nature, people, politics' 2015

Letzten Sommer in Geretsried waren wir ziemlich bunt, interkulturell, generationsübergreifend und inklusiv durcheinander gewürfelt. Wir sind aus den unterschiedlichsten Landesverbänden nach Geretsried angereist und hatten die große Freude, sogar internationale Gäste (z.B aus Spanien, Rumänien und Griechenland) begrüßen zu dürfen. Que(e)rulant_innen, Abgedrehte, Verträumte, Krachmacher_innen und Neugierige. Jede_r von uns war ein bisschen anders als der Rest.

Jeden Tag und zu fast jeder Stunde gab es ein buntes Angebot aus Workshops, Musik oder Bühnenprogramm: darunter Theater, Poetry Slam, Tanzen, Künstler_in sein, Musikmachen, Staudämme bauen, Werwolf spielen, Sonnenanbeten, Baden, Wandern, Essen, Mattenhängen, Zombies jagen (denn es gab ein wunderbar schreckliches Apokalypse-Rollenspiel), Massieren, Diskutieren, Lagerfeuer machen, Selbstfinden, Kochen helfen oder einfach mal Nichtstun. Und natürlich gab e auch täglich mindestens ein großes Plenum, bei dem alle Teilnehmer_innen mitmachen konnten. In mindestens drei Sprachen wurden hier Workshops vorgestellt, Probleme besprochen oder Komplimente und Scherze gemacht.

Neben dem Programm in Geretsried gab es Ausflüge an den Bibisee, in die Partnachklamm und an die Isar; ein Konzert der Münchener Band Schoko. Zum Schluss feierten wir ein großes, wundervolles Abschlussfest, an dem fast alle von uns mitgeplant haben. An diesem letzten Abend wurde schließlich alles dargeboten, was uns in den vorangegangen neun Tagen beschäftigt hatte. Da gab es dann eine Feuershow, leise Gänsehautmusik und laute Mitsinglieder, vorgetragene Gedichte und Texte, Performances und die allabendliche Briefkastenleerung. Über 60 bunte Zettelchen müssen es wohl gewesen sein, die an diesem letzten Abend verteilt und/oder vorgelesen wurden. Am nächsten Morgen packten wir unseren Kram zusammen und machten uns wieder in alle Himmelsrichtungen auf.

So ein Camp zu stemmen ist nicht einfach. Doch es ist wirklich etwas Besonderes und lohnt sich immer wieder.

Von Tabea