BDP WR | Traditionspflege der Bundeswehr

Datum: 
18. November 2018 (ganztags) - 26. November 2018 (ganztags)

Vom18.11. bis 26.11.2018 sind Interessierte ab 18 Jahren aus Deutschland und Griechenland zur gemeinsamen politischen Bildung ins Pfadfinderheim nach Geretsried eingeladen.
Die Wilde Rose möchte dazu anregen, sich kritisch mit der Geschichte des Gebirgsjäger Batallions Edelweiß und dem späteren Umgang der Bundeswehr im Rahmen der Traditionspflege auseinandersetzen. Das Bataillon hat im 2. Weltkrieg auf dem Balkan und in Griechenland Massaker an der Zivilbevölkerung verübt, die bis heute nicht gesühnt sind. In Mittenwald fanden jahrelang Gedenkfeiern der Reservisten, zusammen mit der Bundeswehr statt. Zwei Kasernen waren nach Generälen der Division Edelweiß benannt, von denen einer in Yugoslawien wegen Kriegsverbrechen zum Tode verurteilt worden war. In den 90-iger Jahren bildete sich eine Gruppe engagierter junger Leute, die Demonstrationen und Öffentlichkeitsarbeit gegen die Gedenkfeiern organisierte und es schliesslich schaffte, daß sich die Bundeswehr distanzierte und auch die Kasernen umbenannt wurden.
Die Seminargruppe wird in die Kaserne nach Mittenwald fahren und sich dort mit einem Jugendoffizier unterhalten, Rekruten befragen und sich mit dem Konzept der Politischen Bildung der Bundeswehr vertraut machen. Sie wird weiterhin Vertreter des Arbeitskreises treffen und sich über ihre Widerstandsarbeit in den 90ern austauschen.
Deutsche Jugendliche sollen befragen, wie gut sie über diese Ereignisse informiert sind. Für die griechischen Partner ist es interessant aus 1. Hand zu erfahren, wie heute in Deutschland über die Gräueltaten im 2. Weltkrieg gedacht wird und wie dies in das Geschichtswissen einfliesst und vermittelt wird.
Die Teilnehmenden erhalten während der internationalen Begegnung Einblicke in die Methoden und das Verständnis der politischen Bildung in der Jugendarbeit im jeweiligen Land. Diese Methoden können sie in ihrer Jugendarbeit bei anderen Themen einsetzen.
Das Seminar wird von qualifizierten Übersetzerinnen begleitet und von Fachleuten der Politischen Bildung durchgeführt.
Es sind Plätze frei.

Anmeldungen und Rückfragen:
Wilde Rose
Prof. Herbert Swoboda
0179-5473681
swobl[at]gmx.net