DBJR | Positionen der AfD unvereinbar mit den unseren

Dass die AfD eine jugendfeindliche Partei ist, haben wir in der aktuellen 6. Ausgabe des BLATTs schon dargelegt. siehe hier
Nun gibt es auch ein aktuelles Positionspapier des DBJR, in dem erklärt wird, warum die Positionen der AfD mit unserer Jugendarbeit unvereinbar sind: siehe hier

Rechtspopulist_innen entgegentreten – zum Umgang der Jugendverbände und -ringe mit der AfD

 
Der Deutsche Bundesjugendring ( DBJR ) positioniert sich anlässlich der Wahlergebnisse der rechtspo-
pulistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) und der von ihr vertretenen Inhalte zum allge-
meinen Umgang mit der Partei seitens der Jugendverbände und -ringe. Es geht uns um Selbstver-
pflichtungen und Empfehlungen für den kritischen politischen Umgang. Selbstverständlich sind für uns
weiterhin politische Bildung und andere Maßnahmen der Verbände und Jugendringe wichtige und
unerlässliche Bestandteile der demokratischen Arbeit der Jugendverbände und -ringe, und damit auch die Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus in der Gesellschaft. Die im DBJR zusammengeschlossenen Jugendverbände und -ringe treten für Demokratie, Sozial- und
Rechtsstaatlichkeit sowie unveräußerliche Menschenrechte ein. Wie in der Satzung des DBJR
festgeschrieben, ist die Grundlage der Zusammenarbeit im DBJR die gegenseitige Achtung der Mitglieder unabhängig von deren politischen, religiösen, weltanschaulichen und kulturellen Unterschieden. Der DBJR steht für Gleichberechtigung aller Geschlechter, Inklusion, ein friedliches Miteinander der Religionen, soziale Rechte und Gerechtigkeit, Umweltschutz, ein demokratisches und soziales Europa, Frieden sowie eine solidarische Gesellschaft.
 
Diesen Positionen steht die AfD unvereinbar gegenüber. In der Konsequenz der von ihr vertretenen
Positionen macht sie als sogenannte Andere definierte Menschen für gesellschaftliche Probleme ver-
antwortlich und bietet den positiven Bezug auf die eigene Nation als Lösung. Sie ist eine rechtspopu-
listische Partei, die gleiche Narrative und Lösungsmuster anbietet, wie es diverse rechtsextreme Par-
teien tun. Letztere haben einen positiven Bezug zum Nationalsozialismus, lehnen die Demokratie ab,
proklamieren einen Systemumsturz und stützten sich offen auf Rassismus und Antisemitismus. Die
AfD drückt ihre Forderungen dagegen so aus, dass weniger Menschen davon abgeschreckt werden.
Sie versucht beides gleichzeitig zu haben: Lippenbekenntnisse und öffentliche Distanzierung
von Neonazis einerseits,und Gedankenspiele zur Kooperation mit rechtsextremen Parteien, Kokettieren mit rassistischen, völkischen und menschenfeindlichen Ressentiments andererseits. Ihr Eintreten für
„Volksentscheide" und die „Reformierung“ des demokratischen Systems sind nicht ernst gemeint: Es
dient nicht der Stärkung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, sondern ihrer Zersetzung.
Die AfD sieht in muslimischen und allen anderen in Deutschland lebenden Menschen, die nicht in ihr
Deutschlandbild passen, ihr Feindbild. Sie lehnt den „Multikulturalismus“, eine angeblich durch Me-
dien erzeugte linke Hegemonie sowie die EU-Bürokratie ab und betreibt eine massive menschen-
feindliche Hetze gegen Geflüchtete. (...) hier gehts weiter